Die Netzwerkdaten der Gesellschaft. Wege zum rechtlichen Datenzugang
Language: Deutsch

Soziale Netzwerke leben von Nutzerdaten. Doch obwohl diese Daten individuell von Nutzerinnen bereitgestellt werden, entfalten sie ihren gesellschaftlichen Wert erst in der kollektiven Auswertung.
Genau hier setzt dieser Vortrag an: Welche
rechtlichen Möglichkeiten gibt es, diese Daten für Wissenschaft, Journalismus und Gemeinwohl zugänglich und nutzbar* zu machen?

Ziel des Vortrags ist es daher, die bestehenden rechtlichen Grundlagen systematisch einzuordnen und kritisch zu hinterfragen. So wird auch besprochen wie die Rechtslage beim Scraping, dem eigenständigen Erwerb von Netzwerkdaten, ist. Abschließend zeigt der Vortrag, welche unterschiedlichen Möglichkeiten und Grenzen für Wissenschaft, Medien und Zivilgesellschaft bestehen – und wo Zusammenarbeit sinnvoll ist.

Er richtet sich an alle, die sich aus wissenschaftlicher oder journalistischer Perspektive für die Schnittstelle von Recht, Digitalisierung und gesellschaftlicher Verantwortung interessieren.

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Prof. Dr, Tobias Gostomzyk

Tobias Gostomzyk ist Professor für Medienrecht am Institut für Journalistik der Technischen Universität Dortmund. Zugleich lehrt er an der juristischen Fakultät der Ruhr-Universität Bochum. Seine Forschungsschwerpunkte bilden die digitale Fortschreibung des Medienrechts einschließlich der Herausforderungen an Kommunikationsgrundrechte sowie die Herausbildung normativer Standards der Netzkommunikation. Die im Vortrag behandelten Fragen sind Gegenstand eines vom BMFTR geförderten Forschungsprojekts, in dem Netzwerkdaten genutzt werden, um vertiefte Aussagen über die Funktions- und Wirkungsweise von Desinformation zu ermöglichen.

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Prof. Dr. Johannes Breuer

Prof. Dr. Johannes Breuer leitet das Team “Research Data & Methods” am CAIS. Gemeinsam mit der Universität Duisburg-Essen wurde er zudem zum Professor für Digitale Sozialwissenschaften berufen.