Party Check und Länder Expert Survey: So helfen hochaktuelle Daten bei Landtagswahlen
Das Party-Check-Tool kann politische Positionen und Stimmungen in der Bevölkerung im Vorfeld von Wahlen erheben - und durch direkte Kooperation mit Medienpartnern aktuelle Daten zur Verfügung stellt, die mitten in der heißen Phase des Wahlkampfs genutzt werden können. Zum Einsatz kam das Tool bereits erfolgreich in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz. Kurz vor der SciCAR 2026 kommt es, mit neuen Medienpartnern, in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin zum Einsatz.
In unserem Werkstattbericht wollen wir auf die vergangenen Wahlen zurück- und auf die kommenden vorausblicken: Wie hat die enge, unbürokratische Kooperation zwischen Wissenschaft und Medienpartnern funktioniert, welchen Nutzen haben beide Seiten daraus gezogen? Wie haben Redaktionen die Daten zu Parteipositionen und Meinungen in der Bevölkerung genutzt und aufbereitet? Welche exklusiven Geschichten waren durch die Daten möglich?
Als Innovation wollen wir zudem über Erfahrung mit der türkischen Übersetzung des Party-Checks für die Berlin-Wahl reden. Inwiefern lassen sich so neue Gruppen in der politischen Bildung erschließen, wie wird so ein Übersetzungsangebot rezipiert?
Redakteur im Datenteam der Zeitungsgruppe Stuttgart (Stuttgarter Zeitung/Nachrichten).
Jan Philipp Thomeczek ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Vergleichende Politikwissenschaft an der Universität Potsdam. Er forscht unter anderem zur Verbreitung von Populismus, Parteien und Wahlen. Mit Datenjournalist:innen arbeitet er seit vielen Jahren zusammen, zum Beispiel bei der Online Wahlhilfe "Party-Check".
Ich wühle seit 2019 bei der Süddeutschen Zeitung nach der Nadel im Heuhaufen und habe mich dabei schon an so manch einen Strohhalm geklammert. Als studierter Wissenschaftsjournalist (TU Dortmund) beschäftige ich mich gerne mit Analysen zu wissenschaftlichen Themen wie Klimawandel oder auch Gesundheit. In Superwahljahren untersuche ich aber auch möglichst detailliert das Abstimmungsverhalten der Wählenden und experimentiere zwischendurch, ob künstliche Intelligenz dabei behilflich sein kann.