Antriebswende entziffern: Mit Daten über E-Mobilität & konventionelle Kraftstoffe berichten

Die Diskussion um Elektroautos und die Antriebswende zur E-Mobilität ist stark von Mythen, Unsicherheiten, und veralteten Informationen geprägt. Datenjournalismus kann hier zur Versachlichung beitragen und die Debatte auf eine solide, aktuelle Faktenbasis stellen.

In diesem Workshop gibt zunächst Simon Jockers vom SWR Data Lab einen Überblick über die wichtigsten Datenquellen zu konventionellen Kraftstoffen und E-Mobilität. Es werden zentrale Begriffe erklärt, typische Fallstricke bei der Interpretation von Daten aufgezeigt und diskutiert, wie sich regionale Unterschiede und politische Rahmenbedingungen auf die Entwicklung auswirken. Ziel des Workshops ist es, Euch zu befähigen, öffentlich verfügbare Daten zu Mobilität kritisch einzuordnen und für Eure Berichterstattung zu nutzen. Das Format ist interaktiv – wir freuen uns auf Eure eigenen Erfahrungen und Fragen aus der Praxis.

Einen Einblick in die Mobilithek gibt anschließend Lutz Rittershaus von der Bundesanstalt für Straßen- und Verkehrswesen. Die Mobilithek ist der zentrale Zugangspunkt für offene Mobilitätsdaten in Deutschland. Mit ihren standardisierten Schnittstellen bietet sie freie Zugriffsmöglichkeiten auf mehr als 11.000 statische und dynamische Datenangebote – von Echtzeit-Verkehrsinformationen über Fahrplandaten und Standorte von Leihfahrzeugen bis hin zu Geo-, Wetter- und Klimadaten. Zu den in der Mobilithek vertretenen Datenanbietern zählen Bundes- und Landesbehörden, Städte und Kommunen, Infrastrukturbetreiber, Verkehrsverbünde und private Mobilitätsanbieter, Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Software-Unternehmen.

Simon Jockers

Simon Jockers ist Redakteur im SWR Data Lab, mit einem Fokus auf Datenvisualisierung und Visual Storytelling. Davor hat er unter anderem als Software Engineer bei Datawrapper und als Datenjournalist bei CORRECTIV gearbeitet.

Lutz Rittershaus

Lutz Rittershaus arbeitet bei der Bundesanstalt für Straßen- und Verkehrswesen (BASt) und leitet dort das Referat "Vernetzte Mobilität" in der Abteilung "Fahrzeugtechnik". Lutz ist Physiker und promovierter Ingenieur. Er war an der Entwicklung der Mobilithek des Bundesverkehrsministeriums maßgeblich beteiligt. Weitere Arbeitsgebiete sind die Architekturen Intelligenter Verkehrssysteme und die Vernetzung von Reisenden, Fahrzeugen und Straßeninfrastruktur.